anno 1869 Erstbesteigung der Großen Zinne

Paul Grohmann schreibt Alpingeschichte

Im August 1869 kam der Wiener Paul Grohmann in die Gegend, um hier seinen Urlaub zu verbringen. Beim Anblick der Drei Zinnen entbrannte im Herzen des fanatischen Bergsteigers die Sehnsucht, auf der Spitze zu stehen.

Im Gespräch mit Einheimischen brachte er in Erfahrung, dass ein Sextner Bergkamerad, Franz Innerkofler, bereits die Gegend erkundschaftet hatte und einen möglichen Einstieg zur Eroberung der Großen Zinne gefunden hatte. Am 21. August 1869 brachen Grohmann, Innerkofler und Peter Salcher aus Luggau auf. Der Weg führte an der südöstlichen Basis des Berges über einen Kamin auf den Gipfel der Großen Zinne auf 2.999 Meter. Nach 2 Stunden und 55 Minuten war dieser so mächtige Berg erobert. 

(Quelle: Drei Zinnen/Helmut Dumler)



2019 - 150. Jubiläum der Erstbesteigung

Bis zum Jubiläumsjahr 2019 steht unser Veranstaltungsprogramm ganz im Zeichen der Erstbesteigung und der Drei Zinnen im Allgemeinen.
Freuen Sie sich auf interessante & spannende Events, die wir hier laufend aktualisieren und besuchen Sie uns auch weiterhin auf dieser Seite um stets informiert zu bleiben! 


Die Jahre nach der Erstbesteigung
Die Jahre nach der Erstbesteigung
Die nächste Zeit traute sich niemand mehr an dieses waghalsige Unternehmen heran. Genau zehn Jahre vergingen, bis der Namensvetter Michl Innerkofler zusammen mit dem Schluderbacher Georg Ploner zur Erklimmung der Westlichen Zinne aufbrach und sie diese auch eroberten.
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Michl konnte zusammen mit seinem Bruder Hans auch die Bezwingung der Kleinen Zinne auf sein Konto verbuchen. Zur damaligen Zeit war dies eine Meisterleistung der beiden, da diese als die schwierigste der Drei Zinnen eingestuft wurde.
In den Jahren danach folgte der große Wander- und Klettertourismus in diese Gegend, bis der Erste Weltkrieg über Europa hereinbrach und das Reisen stoppte. Die Drei Zinnen blieben viele Jahre wieder nur hochragende Felswände, die man aus weiter Ferne betrachtete.
Erst im Jahre 1933 entfachten Gespräche von einigen Bergsteigern über die Suche einer Route über die Nordwand auf den Gipfel der Großen Zinne bei dem Triestiner Bergführer Emilio Comici die Begierde, als erster den Versuch zu wagen, wider jeden menschlichen Verstand diese Felswand emporzusteigen. Der Ruf des Berges war so stark, dass er trotz Schwierigkeiten und nach mehreren Versuchen am 14. August 1933 eine neue Route auf den Gipfel der Großen Zinne im Gipfelbuch verzeichnen konnte. Emilio Comici schrieb damit Klettergeschichte.
Seit diesem Zeitpunkt sind diese wunderbare Berge immer wieder Anziehungspunkt für passionierte Kletterer und jährlich erklimmen viele Bergfreunde eine der Bergspitzen. Die Magie dieses einzigartigen Dreigestirns ist trotz der zahlreichen Besteigungen erhalten geblieben und zieht mit seiner Mächtigkeit alle Besucher in seinen Bann. Auch Wanderungen um das Wahrzeichen Südtirols sind sehr zu empfehlen. 

Quelle: Drei Zinnen/Helmut Dumler
Paul Grohmann Weg
Paul Grohmann Weg
Die Bezeichnung des Weges von Landro bis zu den Drei Zinnen erinnert an den österreichischen Alpenpionier Paul Grohmann, der am 21. August 1869 gemeinsam mit Peter Salcher und Franz Innerkofler die Große Zinne zum ersten Mal bestieg. 
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Der Paul Grohmann Weg ist eine Wanderung in einem malerisch ruhigen Tal, abseits von großen Touristenströmen.
Paul Grohmann Buch
Paul Grohmann Buch
Das Buch gibt Einblick in das Leben und Wirken des großen Pioniers des Alpinismus und Erschließers der Dolomiten: Paul Grohmann.
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Es wird in besonderer Weise Grohmann‘s Familiengeschichte, dessen Rolle als Erschließer der Dolomiten, als Mitbegründer des Alpenvereins, als alpiner Schriftsteller sowie seine namenskundlichen Interessen und seine enge Beziehung zu Toblach beleuchtet.

(Im Tourismusverein Toblach erhältlich.)

Geschichte des Höhlensteintales
Geschichte des Höhlensteintales
Bereits im 15. Jahrhundert gab es in Höhlenstein/Landro eine Herberge. Daraus entstand 1832 ein Postgasthaus und ab 1870 die große Hotelanlage Baur, die vor Ausbruch des Dolomitenkrieges 1915 aus militärischen Gründen gesprengt wurde. 
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Die Frontlinie zwischen Italien und Österreich-Ungarn verlief in der Nähe, der Monte Piano östlich vom Drei-Zinnen-Blick war besonders umkämpft.
Erst viele Jahrzehnte später entstand in Landro wieder ein einfacher Hotelbetrieb.

Von 1921 bis 1964 verkehrte die Dolomitenbahn von Toblach durch das Höhlensteintal über Cortina bis nach Calalzo. Auf der ehemaligen Trasse verlaufen heute der Radweg bzw. die Langlaufloipe.
Drei Zinnen Wanderungen – Südtirol erblicken und erwandern
Drei Zinnen Wanderungen – Südtirol erblicken und erwandern
Die Drei Zinnen – von allen Seiten einzigartig und schön anzuschauen. Um die Magie dieses Dreigestirns aus der Nähe betrachten zu können, führt im Sommer eine Mautstraße über Misurina bis zur Auronzohütte.
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Das Gebiet um die Drei Obeliske bietet zahlreiche Wanderungen für erfahrene Wanderer, aber auch Wanderneulinge. Für alle Bergfreunde bieten diese mächtigen Felsvorsprünge zahlreiche Klettertouren in den verschiedensten Schwierigkeitsgraden.
Das Farbenspiel der Drei Zinnen - Südtirol
Das Farbenspiel der Drei Zinnen - Südtirol
Der Ruf der Drei Zinnen lockt jährlich zahlreiche Besucher an, die durch ein Schauspiel der Farben vom kühlen Grau bis ins glühende Rot einen unvergesslichen und beeindruckenden Zauber erleben.
Drei-Zinnen-Blick
Drei-Zinnen-Blick
Toblach ist besonders wegen seines atemberaubenden Blickes auf die Drei Zinnen bekannt.
Klettern in den Dolomiten
Klettern in den Dolomiten
Die Dolomiten bieten die spektakulärsten Klettersteige in den Alpen. Ebenso locken Klettergärten und Kletterhallen.